Freitag, 28. Dezember 2012

Ein Mini-Charm-Pack - und nun?

Da lag es vor mir - ein süßes kleine Mini-Charm-Pack von Brigitte Heitland mit den neuesten Comma-Stoffen. Doch was nun? Ich hatte so ein kleines Päckchen noch nie gehabt. Im weltweiten Web habe ich gesucht, um Ideen zu sammeln, aber dieses Mal hat mich das auch nicht weiter gebracht. Ich habe nichts gefunden. Tja, also selbst ist die Frau!

In dem Mini-Charm-Pack sind 42 Quadrate in der Größe 2,5 Inch mit all den gemusterten Stöffchen in den Farben grau, schwarz, gelb, grün und orange.




Zunächst habe ich angefangen mehrere Quadrate aneinander zu nähen. Der Grundstoff sollte schwarz sein und ein wenig grau. So langsam ging es voran... Jetzt das Muster: Die Quadratstreifen habe ich zu schmalen Streifen zerschnitten und sie in den schwarzen Stoff eingesetzt. Gequiltet habe ich alles mit einfachen Linien.


Ein Ausschnitt

Und was soll es werden, wenn es fertig ist? Eine Nähutensilientasche könnte ich gut gebrauchen. Ich hatte das Ziel!

Bei einem Treffen überlegten die Hanapha-Quiltdamen und ich, was so alles in ein Nähetui gehört:
Zentimeter-Maß, ein Nadeletui, ein Nadelkissen, ein Fingerhut, Scheren, Rollschneider, ein kleines Lineal, Markierstifte, Nahttrenner, ein Einfädler, Garn und ein Notizblock. Die Liste ist sicher nicht vollständig.

Kurzerhand habe ich noch weitere Stoffstreifen aus der Serie bestellt, denn selbst das 2. Charm-Pack würde hier nicht reichen. Und dann ging der Spaß so richtig los. Ich habe Gummibänder angenäht und kleine Taschen entworfen, das Nadeletui  genäht und auch das Nadelkissen. Ein große Tasche für Allerlei und dann die Stoffstreifen für den Rand, damit nichts rausrutschen kann.

Es ist wunderschön geworden! Und es ist nur für mich! Ein echtes Unikat!

Hier sieht man das Innere mit Inhalt.


So sieht es von außen aus. Es ist eine richtige Nähmappe.


Übrig geblieben sind noch einige Stoffstreifen und besonders die orangenen Stoffe. Vielleicht sollte ich das alles in orange machen?

Ein gutes Neues Jahr mit vielen kreativen Stunden wünscht 

Martina

Sonntag, 9. Dezember 2012

In der Pipeline!

Es gibt so viele schöne Muster, Kurse und Ideen. Tausend Stunden könnte man darauf verwenden. Aber wer hat schon tausend Stunden Zeit? Deshalb gibt es bei mir die Pipeline: Dort befinden sich die unfertigen, aber trotzdem schönen Dinge, die bald vollendet werden sollten. Dazu gehört dieser Quilt, von dem ich schon mal einen Ausschnitt zeige:


Es wird auf dunkelrotem Untergrund ein Feuerwerk an rot, gelb, pink, orange und lila Blumen angeordnet.

Hier sind die Blumen zu sehen, die ebenfalls bereits fast fertig da liegen und nur noch darauf warten, aufgenäht zu werden.


Ich schäme mich fast zu sagen, dass der Kurs bei Heide Ulbrecht bereits im Januar stattgefunden hat und erst jetzt die Blumen wieder in meinen Fokus zurückgekehrt sind. Lange Zeit hat mich dieser Quilt nicht wirklich "gerufen", aber jetzt ist es wohl bald soweit...Zumindest höre ich schon eine kleine zarte Stimme. Der Quilt soll für die Ausstellung der Hanapha-Quilters im September 2013 fertig sein.

Ganz anders wirkt dieses andere Werk: Es soll mein erstes Näh-Utensilo sein. Ich habe von Brigitte Heitland ein Mini Charm Pack ihrer neuen Comma Stoffe geschenkt bekommen. Darüber habe ich mich so gefreut, dass ich mich entschlossen habe alles andere zur Seite zu schieben und damit ein wenig zu experimentieren. Die Stoffe gibt es ab Februar 2013 zu kaufen.

Hier ist ein erster krummer und schiefer Eindruck:


Ich quilte es wahrscheinlich mit Linien, die kreuz und quer gehen. Danach kommt das Innenleben, in das meine Nähutensilien passen sollen. Vielleicht ein kleines Täschchen, Halterungen aus schwarzem Gummi (das suche ich noch) und eine große Tasche für den Rollschneider.

Es gibt viel zu tun, also dann mal  los!

Bis bald
Martina





Sonntag, 2. Dezember 2012

Eine Fieberkurve namens Bargello

Ein Bargello sollte es werden und zwar mein erster. Deshalb hatte ich mich zu einem Kurs angemeldet bei Heide Ulbrecht, die über die Quilterei in Hennef wieder etwas von ihrem Quilter-Wissen weitergeben wollte.

Bargellos hatte ich im Internet schon einige gesehen, eine kleine Idee hatte ich, aber die Sache mit dem richtigen Bügeln war mir schon wichtig. Also habe ich wieder einmal meine gesamten Nähutensilien eingepackt und los ging es.

Im ersten Schritt galt es Stoffe auszusuchen: Eine schwierige Angelegenheit! Die Hauptfarbe meiner Stoffe war rot und rot-violett. Der Akzent sollte ein Grün sein, aber welches Grün? Erst habe ich mich für ein Blaugrün entschieden. Damit sah aber alles ein wenig matt und trist aus. Dann habe ich mich doch für ein Gelbgrün entschieden und schon gab es ausreichend Pepp und Kontrast.

Streifen schneiden, die Reihenfolge anordnen und immer paarweise zusammen nähen war nicht mehr so schwierig. Das anschließende Bügeln, nähen und Auseinanderschneiden  benötigte deutlich mehr Konzentration. Und schließlich hatte ich alle Streifen zusammen. Insgesamt 34 Streifen hatte ich im letzten Schritt verarbeitet und zu einem Gesamtbild zusammengefügt. Begonnen hatte ich mit drei Sets á neun Farbstreifen:


Der Rand und ein Effektstreifen fehlen noch. Für´s Quilten muss ich mir noch etwas überlegen. Es soll den Farbverlauf unterstreichen. Kommt Zeit, kommt die Idee...

Bis bald,

Martina





Donnerstag, 22. November 2012

Mein erster Quilt - Ein Rückblick

Über 15 Jahre ist her, da kam meine kleine Nichte, die inzwischen gar nicht mehr klein ist, auf die Welt. Zu ihrer Geburt haben meine Schwägerin und ich 12 Bärchen gestickt. Jedes Bärenbild war anders. Anschließend wurde alles mit Stoff verbunden und -tata- da war die Krabbeldecke. Sie war wunderschön und es fiel mir ganz schön schwer sie wegzugeben.

Heute liegt die Decke in einer Kiste und wartet - worauf auch immer... 15 Jährige mögen nun mal keine Bärchen mehr. Deshalb wird die Patentante mal demnächst ein cooleres Muster finden müssen und dann erneut anfangen für die nicht mehr kleine Nichte zu nähen. Mal sehen, ob es zum 18. Geburtstag fertig ist oder vielleicht schon früher.

Bärchen-Quilt


Detailaufnahme von zwei Bärchen

Der Krabbelquilt ist so ganz anders als die Quilts, die ich heute nähe, aber immer wenn ich ihn sehe, dann erinnere ich mich an die Zeit, als wir gestickt und genäht haben für mein kleines Patenkind...

Bis bald
Martina

P:S:: Die Fotos hat die 15-Jährige mit ihrer neuen Kamera gemacht. Das war das Geburtstagsgeschenk.

Montag, 19. November 2012

Ein Probequilt

Ich habe die Juggling Summer Serie von Brigitte Heitland gekauft und das Muster von ihrem OHO-Quilt. Der Plan war glasklar: Die Stoffe werden zurecht geschnitten und dann nach dem Muster zusammengenäht. Doch dann kam die Angst. Was, wenn ich diese wunderbaren Stoffe verhunze? Wenn ich alles vermassel? Also habe ich geübt mit Uni-Stoffen und dann habe ich weitergeübt und weitergeübt... und schließlich kam das raus:


Da lacht die Sonne, wenn sie das sieht. Tja, das gefällt mir auch gut. Trotzdem:  Die wunderschönen Stoffe von Juggling Summer bleiben nicht mehr lange ganz und weil dieses Muster so viel Spaß gemacht hat, könnte es sein, dass sie tatsächlich auch so enden :) Zumindest würde der andere Quilt leuchtender. Und den werde ich dann auch ohne Schattenspiele fotografieren...

Bis bald
Martina

PS: Bin ich eigentlich der einzige Angsthase, wenn es um das Zerschneiden von richtig schönne Stoffe geht???

Freitag, 16. November 2012

Ein Traum in Beige und Weiß

Das ist der Titel von dem Quilt, der demnächst auf der Couch meiner Mutter liegen wird. Wir haben den Quilt zusammen genäht nach dem Vorbild meines Musterquilts.

Jeden Freitagnachmittag haben wir uns zum Kaffeetrinken getroffen und ein wenig weitergenäht. Manchmal haben wir viel gemacht, manchmal überhaupt nichts. Und schließlich ist es doch noch fertig geworden.

Die Farben gingen von weiß bis zu einem mittleren beige und einem dunklen Leinenton. Als Stoffe haben wir eine bunte Mischung genommen: Baumwolle, Leinen, Seide, Kunststoff (würde ich nicht noch mal nehmen), Vorhangstoff und Bezugsstoff.

Probeliegen auf meiner Couch

Wir haben Streifen in unterschiedlichen Breiten geschnitten und sie zusammengenäht. Die 1/4 Inch-Nahtzugaben-Regel war außer Kraft gesetzt. Es war alles willkürlich zusammengesetzt. Am Schluss haben wir mehrere Blöcke gehabt, die wir vermessen, zurecht geschnitten und hin- und hergeschoben haben, bis es uns gefiel. Dann wurde alles zusammengefügt. Ein breiter Streifen ringsum als Abschluss und damit konnte ich anfangen zu quilten.
Ansicht in der Sonne
 Ich habe die äußere Bordüre einheitlich gequiltet und die inneren weißen Streifen auch. Alles andere habe ich so mit Garn "bemalt", wie es mir gerade in den Sinn kam.
Farbechte Aufnahme
 Die Rückseite ist ein dunkleres Beige. Damit sind es im Prinzip zwei verschiedene Decken. Ein Wendequilt eben. Das Binding fehlt noch, aber auch das wird kommen. Kommt Zeit, kommt das Binding :)
Rückseite in Bella Solid vonModa  

Label oder kein Label?
Ein Label hatte ich entworfen und dann nicht eingenäht. Meine Töchter und ich waren der Meinung, dass es nicht passt. Ich wollte stattdessen ein Quilt-Zertifikat herausgeben und das Label irgendwie dareinpacken. Doch heute kam meine Mutter (Freitagnachmittag) und war entrüstet: Natürlich sollte es mit auf den Quilt und zwar auf die Vorderseite. So kann man sich täuschen.

Das Label habe ich übrigens bei Heide Ulbrecht in einem Kurs entworfen. Ich fange so langsam an, meine Quilts zu beschriften. Dann verliere ich nicht den Überblick und Spaß macht es auch...

Ach ja, Freitagnachmittags könnten wir ja auch andere Sachen nähen!? Ich hätte da noch ein paar Ideen.

Bis bald

Martina




Montag, 5. November 2012

Tatütas oder das Unnötigste auf der Welt

...das braucht man ja überhaupt nicht! Das waren die Worte meines Schwagers als er zum ersten Mal die Tatütas sah. Denn welcher vernunftbegabte Mann packt freiwillig die Papiertaschentücher aus der Plastikhülle in eine selbstgemachte Stoffhülle und findet es auch noch schön?

Meine Arbeitskollegin hat eine neue Nähmaschine und um die auszuprobieren haben wir nach einem Tutorial, das es hier gibt, diese "unnötigen" Kleinigkeiten genäht. Wir haben ganz langsam angefangen und uns dann so langsam zu einer ordentlichen Akkordarbeit gesteigert. Jeder, d.h. jede, die sie anschließend gesehen hatte, wollte sie haben und da war nicht mehr viel, was ich verschenken konnte. Beim ersten Mal hatten wir insgesamt 21 genäht ...



 ... übrig geblieben waren von meinen 11 Tatütas nur 4. Das war die wundersame Verflüchtigung der ach so unnötigen Täschchen. 

Also mussten wir noch mal ran!



Corina kam wieder mit ihrer Nähmaschine angereist und los ging es. Eine gewisse Erfahrung beim zweiten Mal konnte man uns nicht absprechen! Es lief wie am Schnürchen und am Ende unserer Nähsession hatten wir dieses Mal 30 Tatütas! Wir waren sooooo stolz!


Gegen Abend hatte ich von meinen 15 Tatütas noch 10 und der Geschenkevorrat schwindet wieder.
Corina, vielleicht sollten wir noch mal....

Es hat so viel Spaß gemacht,  dass wir als ein nächstes Projekt eine Nähutensilientasche angedacht haben. Also dieses Mal etwas richtig Nützliches. Aber da müssen wir erst mal eine  Vorlage finden. Vielleicht hat ja jemand einen heißen Tipp für uns?

Bis bald
Martina

Samstag, 3. November 2012

Eine Außenansicht


Schaufenster fotografieren ist überhaupt nicht einfach! Egal ob bei Sonne oder bei bewölktem Himmel, es spiegelt sich - und nicht zu knapp. 



So sieht die Front aus mit den beiden Quilts. Es sieht herbstlich aus mit dem Grau als Hintergrund und man sieht die gequilteten Strukturen von der Straße.



Hier kann man die Quiltlinien ein wenig zwischen all den Sonnenstrahlen und Spiegelungen sehen.

Für´s Frühjahr könnte ich ja aus Kreisen Blumen nähen. Denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass Martina -ja, die Ladenbesitzerin heißt auch Martina- wieder Kreise haben möchte. Warten wir die Frühlings- und Sommerfarbpalette ab....

Bis bald
Martina

Sonntag, 14. Oktober 2012

Der Herbst kann kommen!

Der Herbst ist natürlich bereits da, aber der Herbst kann jetzt auch in dem Schaufenster kommen, für das die zwei Quilts mit den Herbstfarben grau, lila, kirschrot und curry geplant sind. Es sollten ja wieder Kreise sein - ein einfaches Muster, das man auch von weiter entfernt gut sehen kann.

Die Kreise sind inzwischen eine problemlose Sache. Ich könnte mal zählen, wie viele ich in den letzten Monaten genäht habe... Das Quilten sollte allerdings anders sein als das letzte Mal. Da hatte ich kleine All-Over-Muster gewählt, um die Kreise herausspringen zu lassen. Dieses Mal wollte ich auch die Quiltarbeit in den Vordergrund rücken. Die bunten Kreise sollen von weitem leuchten, aber aus der Nähe soll man auch die andere Dimension entdecken und aufmerksam werden. Dieses Mal muss man sehen, dass es ein Quilt (auch zum Zudecken) ist. Hoffentlich funktioniert es!

Das Muster plante ich als Gegensatz zu dem Runden - also gerade Linien, oder Zickzack durcheinander, sogar ein großes Zickzackmuster von oben nach unten habe ich in Erwägung gezogen. Das große Zickzack war mir dann aber zu viel Vormalen und neu Ansetzen beim Nähen. An der Stelle war ich einfach praktisch veranlagt...

So sehen sie also im Ganzen aus. Der Untergrund ist grau. Der Hintergrund ist noch der Garten.




Gequiltet habe ich den linken Quilt mit einem quadratischen Spiralmuster um die Kreise, den rechten Quilt  mit Zacken um die Kreise. Das kann man als Sonnen oder Sterne sehen oder als groberes Zickzackmuster. Ich habe alles ohne Vormalen oder Lineale gequiltet. Ein wenig schief durfte es sein.



Und dann habe ich es umgedreht und war hin und weg: Die gequilteten quadratischen Spiralen, wie sie bei dem einen erscheinen sind mein absoluter Favorit. Daraus mache ich mir eine Decke mit Kuschelvlies auf der Rückseite und dann vorne ein uni Stoff und nur die Linien...ganz schlicht und ergreifend! Vielleicht noch kleine dezente Quadrate in den großen Quadraten - vielleicht auch nicht.


Die andere Rückseite sieht so aus: mal Sonne - mal Sterne.


Und hier folgt noch ein Entwurf, den ich auf Folie gemalt habe, bevor ich mit dem Quilten begann.
Bevor ich etwas quilte, male ich meistens auf durchsichtiger Geschenkfolie mit einem wasserfesten Stift, um Ideen und Eindrücke zu sammeln. Die Entwürfe habe ich mit meinen Quiltdamen besprochen und dann habe ich erst losgelegt. Danke, Beatrice und Dorlies, für Eure Ratschläge.


Das Binding bei dem einen muss ich noch annähen und dann geht es weiter mit zackigen Dingen, denn ein wenig Kontrastprogramm muss sein.

Aber auch hier bei diesen Quilts hat sich gezeigt: Manchmal ist weniger mehr: Die Rückseiten gefallen mir fast besser.

Es hat wieder Spaß gemacht.

Bis bald
Martina

PS: Meine Helfer bei dem "Fototermin" waren mit viel Freude dabei, wie man sehen kann:






Montag, 8. Oktober 2012

Zick-zack - Test




Zick-zack


Zickzack quilten, das wollte ich schon, aber vormalen mag ich eher nicht, also habe ich ein wenig  Freemotionquilting geübt. Was kommt dabei heraus? Richtig: Ein Zackenkissen. So ist zumindest der Plan, wenn die Rückseite zugeschnitten ist und der Reißverschluss eingenäht ist. Da fällt mir noch ein, der Hotelverschluss ist deutlich einfacher....










Es gibt Häßlicheres, oder.?
 
 
 
Bis bald,
Martina







Donnerstag, 4. Oktober 2012

Kreise, Kreise, Kreise

Inzwischen träume ich davon: Kreise in den Farben kirschrot, lila, curry und grau... Aber so langsam wird es. Die Herbstfarben sind ziemlich knallig, besonders das Currygelb ist nicht wirklich meins. Zusammen sieht es immerhin ganz ordentlich aus.

Bisher habe ich Kreise appliziert. Die ersten habe ich mit Freezerpaper per Hand appliziert. Das Papier oben und dann mehr oder weniger sorgsam dadrunter festgenäht. Am besten so, dass es tatsächlich rund war. Richtig gut gefallen hat mir die Methode nicht.

Danach habe ich auf Vlieseline Kreise gemalt, den Stoff und die Vlieseline rechts auf rechts gelegt, auf dem Kreis genäht, die Vlieseline in der Mitte aufgeschnitten, verstürzt und Voila, da war der Kreis, den ich sogar anschließend aufbügeln konnte. Aber manchmal hat die Vlieseline weiß durchgeblitzt am Rand und ich mußte es am Rand noch festnähen. Das habe ich weitgehend mit der Hand gemacht, weil es einfach am unsichtbarsten war. Die Methode war okay.

Doch dann habe ich Kreise gesehen, die man einfach umbügelt. Alufolie kommt nach unten, darauf der Stoff und darauf noch die hitzebeständige Mylar-Kreisform von Karen Kay Buckley. Das ganze wird zu einem Alupäckchen verpackt, ringsum festgebügelt und schon hat man perfekte Kreise, die ganz einfach aufappliziert werden können. Da blitzt keine Vlieseline mehr am Rand.

Für die ganz großen Kreise habe ich allerdings angefangen die Kreise einzusetzen in den Unterstoff. Die Kleinen sind dafür zu fummelig und deshalb forme ich sie mit den Mylar-Formen* und appliziere sie dann. Also je nach Größe wähle ich die Technik.

Hier sind einige Bilder, wie ich die großen Kreise eingesetzt habe:



Der einzusetzende Kreis muss einen halben Inch größer sein als das Loch. Beide Teile werden markiert an acht Stellen (zumindest habe ich das gemacht) und dann wird mit Stecknadeln der eine Kreis in das Loch eingesteckt und eingenäht.


 Das sind ziemlich viele Nadeln, aber es klappt und ich denke es ist deutlich schneller und schöner als die Applikationskreise..


So in etwa wird es aussehen, wenn es fertig ist, d.h. wenn es fertig genäht ist. Mit dem Quilten bin ich noch hin- und hergerissen: vielleicht Kreise, aber in dem Fall bekomme ich sicher Albträume, oder gerade Linien. An ein All-Over-Muster habe ich auch gedacht. Allerdings hatte ich das bei den anderen Schaufensterquilts schon so gemacht, deshalb würde es zu ähnlich. Übrigens: schon wieder Kreise für das Schaufenster hätte ich nicht gewählt, aber es ist ja nicht mein Schaufenster...

* Die Kreise habe ich in Sues Quiltshop gefunden.

Es gibt noch viel zu tun, aber es geht weiter, denn die neuen Streifenquilts sollen ja in das Herbst- und Winterschaufenster.

Deshalb Schluss mit Schreiben und weiter geht es an der Nähmaschine. Vom Bloggen wird es nicht fertig. Aber vielleicht hat ja noch jemand ein super Idee für das Quiltmuster?

Bis dann,
Martina

Montag, 17. September 2012

Osnabrück ist eine Reise wert....

... das sage ich jedes Mal, wenn ich dort war. Es gibt eine sehr nette Innenstadt mit einem historischen Kern. Wir waren in einem richtig alten Café mit leckerem Kuchen und Gebäck. Die Häuser dort sind aus dem 17. Jahrhundert - einfach beeindruckend.

Wir haben wunderschöne Vogelhäuschen gesehen :)


...und wir haben natürlich Quilts gesehen. Viele schöne Quilts, viele Stoffe und viel Zubehör.

Ich habe Fotos gemacht vom Stand von
Handarbeiten Kaiser aus Hamburg. Sie hatten einiges mit Rundungen, was uns eigentlich am meisten interessiert.


Die Bilder der Sonderausstellung waren alle blau und waren - interessant.

Wir waren froh, dass wir Freitag zeitig da waren, denn nachmittags wurde es richtig voll. Ein wenig sieht man es auf diesem Foto...


Trotzdem war die Stimmung gut bei uns und die Garderobenfrau, die schließlich noch von uns ein Foto machte, hatte drei lachende Gesichter getroffen.


Gekauft habe ich hauptsächlich Leinenstoffe und helle Stoffe mit Schriftzügen. Beatrice hat türkise Stoffe gefunden und Claudia hat tatsächlich schon kleine Figuren für die Weihnachtsdeko mitgenommen.

Ach ja, an den Begriff Quiltdamen haben wir uns alle gewöhnt...Es fällt keine mehr vor Schreck vom Sofa. Na ja, ein klein wenig damenhaft sehen wir schon aus...

Am Mittwoch üben wir Kreise einnähen. Wir wollen Kreise in den Stoff einnähen. Also nicht applizieren wie bisher, sondern richtig ausschneiden und ohne doppelten Boden einsetzen. Es muss ja weitergehen mit den Kenntnissen und Fertigkeiten, nicht wahr!

Bis dahin

Martina





Mittwoch, 12. September 2012

Nadel & Faden in Osnabrück

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und die Aufregung steigt. Am Freitag morgen werden zwei "Hanapha-Quiltdamen" und ich in das kleine Auto steigen und nach Osnabrück brausen. Denn da beginnt die Nadel & Faden und die wollen wir auf keinen Fall versäumen. Eine der "Quiltdamen" wird sich über diesen Begriff wieder kaputt lachen und nicht wissen, ob sie weinen oder noch lauter lachen soll, denn diesen Namen auf sich bezogen zu hören, das war beim ersten Mal schon gewöhnungsbedürftig. Mein Sohn hatte mich gefragt, wer denn die Frauen waren, die bei mir waren und ich hatte da dieses Wort benutzt. Die "Quiltdame" Beatrice ist fast von der Couch gekippt...

Sind wir nun Damen? Meine Mutter ist mit 72 Jahren eine echte Dame, obwohl: mit fast 50 könnte man schon eine Dame sein oder mal darauf hin arbeiten und einige der Quiltdamen sind sicher Damen... Also warum dann der Begriff Quiltdamen? Quiltfrauen hört sich so an, als ob wir keine schönen Sachen machen, sondern nur Reste verwerten, und Quiltmädels ist einfach nicht mehr angemessen. Quilterinnen finde ich nicht so gut, also bleiben die Damen oder vielleicht besser Ladies? Quiltladies finde ich auch gut. Es ist ganz schwierig, aber wir haben ja bald 2 Stunden Fahrtzeit hin und 2 Stunden zurück, um das Thema ausgiebig zu beleuchten. Solche wichtigen Dinge müssen ja mal grundsätzlich geklärt sein, danach wird alles einfach.

Auf der Ausstellung werden wir hoffentlich viel sehen, viele Ideen sammeln und viel Spaß haben, ja, und natürlich das ein oder andere finden und mit nach Hause nehmen. Und überhaupt: Wie viel Geld sollte man mitnehmen und ist das Auto groß genug?

Auf jeden Fall sollten wir etwas für Dorlies finden, damit sie sich dann nächste Woche ein bißchen freuen kann und ein wenig getröstet fühlt, weil sie nun doch nicht mitfahren kann. Aber nächstes Jahr gibt es eine neue Ausstellung in Osnabrück und wer weiß, vielleicht haben wir dieses Thema mit den Quiltdamen noch nicht zu Ende diskutiert...

Bis bald und vielleicht kreuzen sich ja unsere Wege in der Stadthalle

Martina

Donnerstag, 30. August 2012

Kleine Quadrate und kleine Kreise

Ich mag Kreise - soviel steht fest und ich habe noch nicht viel außerhalb meiner farblichen Komfortzone (rot-beige) gemacht. Also habe ich mir mal einen Ruck gegeben, habe alle mein roten Stoffe in einer großen Kiste blickdicht versteckt und mit beige-grau-braun und blau-grau Tönen experimentiert. Als Vorlage habe ich ein einfaches Muster von Zen Chic genommen. Ich habe es sozusagen in anderen Farben nachgebastelt und habe danach beschlossen es noch in weiteren Farbvarianten zu nähen. Es war ein schnelles Erfolgserlebnis. Hier kommt die erste Variante:


Es wirkt ganz anders als die Vorlage, hat aber eine gewisse dezente Ausstrahlung. Ich habe ein Charm Pack von Moda genommen und es in den Uni-Stoff eingenäht. Ganz einfach. Die Kreise habe ich appliziert. Jetzt muss ich erst einmal eine passende Rückseite finden und dann kann ich es quilten... Die Moda-Stoffe sind unglaublich samtig. Ich könnte den ganzen Tag drüber streichen, so seidig sind sie.

Bis bald

Martina

Freitag, 24. August 2012

Ein wahrer Liebesbeweis

Meine Tochter liebt Sebastian und andersherum auch, denke ich...

Der Geburtstag von Sebastian naht und ist ganz plötzlich da, der Gutschein für ein Geschenk ist schon gekauft, aber da fehlt noch etwas nettes "kleines" Persönliches. Der Blick von Maxi schweift durch die Wohnung und bleibt an einem Kissen hängen: Das ist es: Ein Kissen, auf dem ein Herz ist und die Anfangsbuchstaben der Namen! Was für eine großartige persönliche Idee! Der Haken ist, sie kann nicht nähen und es muss am nächsten Tag fertig sein...

Um es kurz zu machen, hier ist es: Das Liebesbeweiskissen! Ein Beweis von Maxi an Sebastian oder von der Mama an ihre Tochter?


Das mit den Buchstaben muss ich noch üben, aber es ist gut angekommen, das Herzkissen.

Bis bald,

Martina

Mittwoch, 1. August 2012

Wonky Zick Zack

Was macht man am besten bei heißem Wetter? Na ja, so ganz allgemein kann man das sicher nicht sagen, aber ich flüchte nach drinnen und mache z.B. einen Kissenbezug fast fertig. Ganz habe ich es leider nicht geschafft, denn morgen geht es in den Urlaub, es gab also noch mehr zu tun, aber zumindest die Vorderseite sieht schon vielversprechend aus.

Als Hintergrundstoff habe ich helles altes Leinen genommen. Das Leinen habe ich auf der Rolle auf einem Markt gekauft und für die hellen Zickzack-Linien ist es super. Mit der Hand würde ich das auf keinen Fall quilten. Jetzt hoffe ich nur, dass die nächste Wäsche den Gesamteindruck nicht durch Knitterfalten zerstört.

Die Idee für das Muster habe ich bei Quilters Garden gefunden. Es hat so viel Spaß gemacht, dass ich tatsächlich überlege auch etwas Größeres daraus zu machen. Und Leinen habe ich noch...



Ein anderes Zickzack-Kissenoberteil ist ebenfalls fertiggenäht und wird dann nach dem Urlaub gequiltet. Hier habe ich nur Patchworkstoffe von Moda genommen. Es ist ein bißchen dunkler als das andere. Die Farbe erkennt man auf dem Foto leider nicht richtig. Es war gerade zu dunkel fürs Foto. Der Hintergrund ist ein Grau-beige. Vielleicht nehme ich die Punkte in dem Quiltmuster auf und variere damit die Linien. Das kann ich mir in Ruhe die nächsten 10 Tage überlegen.


Altes Leinen und alte Handtücher, die kariert, gepunkt oder gestreift gewebt sind und durch den jahrelangen Gebrauch ganz weichgewaschen sind, das sind für mich immer wieder interessante Stoffe. Meine Mutter hat sich daraus eine Decke für ihr Wohnzimmer gewünscht. Ganz einfach aus Streifen zusammengenäht und dann mit vielen Mustern gequiltet. Zur Probe habe ich ein kleines Muster gemacht. Es wird dann so ähnlich wie mein "Sampler".


Weitere Muster habe ich geübt und geübt und geübt. Wie heißt es doch so schön: Practise, practise, practise ist das Geheimrezept fürs Maschinenquilten. Und bevor ich dann auf dem guten Stück anfange, müssen die Muster schon aus dem Eff-eff kommen.




Es gibt noch viel zu tun!!!
Aber vorher fahre ich in URLAUB! :)

Bis dann,
Martina

Donnerstag, 26. Juli 2012

Die Hanapha-Quilter

Wir, das sind einige begeisterte Quilterinnen aus der Umgebung zwischen Bonn und Köln, die sich regelmäßig in Hennef treffen, haben die Hanapha-Quilters gegründet. Wir nähen und quilten unter der fachkundigen Anleitung von Heide Ulbrecht

und vor allem: Wir planen eine Quiltausstellung im September 2013.

Inzwischen haben wir die Räumlichkeiten der Meys-Fabrik ausgekundschaftet. Wir haben gemessen und aufgeschrieben und überlegt und geplant. Die riesigen Wände dort haben uns nicht wenige Schweißperlen auf die Stirn befördert, denn da geht einiges rein... Können wir das alles mit Quilts und zwar "ausstellungswürdigen" Quilts füllen? Wir sind aufgeregt und voller Ideen und es macht einen riesigen Spaß!

Das Spezial-Thema sollen Kreise und Rundungen sein, weil das ein Thema ist, was uns alle im Augenblick fasziniert.

Der Name Hanapha leitet sich von dem alten Wort für Hennef ab.

Es wird spannend in der nächsten Zeit.

Viele Grüße

Martina

Sonntag, 15. Juli 2012

Quilts für ein Schaufenster

 Zwei lange schmale Quilts aus altem Leinen und vielen Kreisen aus bunten Kaffe Fassett und uni  Stoffen. Daraus ergibt sich ein eindrucksvoller Schaufensterhintergrund. Die Mode in diesem Jahr mit pink und rot und orange oder grau paßt gut davor. Selbst aus der Entfernung leuchten die Kreise.


Der Leinenhintergrundstoff ist gequiltet einmal mit einem Swirl-Muster und einmal mit einem grafischen All-Over-Muster aus Dreiecken und geraden Linien.


Die Farben für den Herbst werden eine noch größere Herausforderung: lila, camel, grau und kirschrot.

Das Muster steht noch nicht fest: Vielleicht sind es dieses Mal Dreiecke oder Quadrate, vielleicht auch mehrere verschiedene Formen.

Montag, 2. Juli 2012

Viel Weiß und viel Raum zum Quilten


In der amerikanischen Zeitschrift Modern Patchwork gab es mehrere Quilts, die mir sehr gut gefielen. Weißen Stoff hatte ich und die farbigen Unis auch im Wesentlichen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, die Streifen zusammen zu stellen und dann anschließend die plastischen Streifen zu steppen. Der Effekt gefällt mir gut. Jetzt fehlt noch das Binding. Dazu werde ich mich zwingen müssen...




Das Quilten mit diesem plastischen Effekt werde ich noch weiter austesten. Es sieht sicher auch auf Kissen gut aus...

In dem Heft gab es noch einen Twinkle Star Quilt von Debbie Grifka (Esch House Quilts). Auch den habe ich nachgenäht. Die vielen HSTs haben mich zwar fast zur Verzweiflung gebracht, besonders wenn ich sie verkehrt herum angenäht habe und sie dann wieder auftrennen mußte, aber selbst ungequiltet ist es nicht schlecht.


 Von dieser ganzen Nähaktion hatte ich noch eine Reihe HSTs übrig, die ich einfach in einer Pfeilform angeordnet habe. Auch hier habe ich viel weißen Rand angebracht. Da kann ich viele Quiltlinien und vielleicht plastische Formen dazufügen.

Manchmal ist es doch gut, wenn es draußen regnet und man nicht so richtig raus gehen möchte.

Sonntag, 24. Juni 2012

Kissen Nr 2:

Hier kommt das nächste Kissen: Und zwar mit Kreisen:




Die Stoffe der applizierten Kreise sind aus
 Baumwollstoffen und aus Leinen.

Kissen sind eine gute Möglichkeit, um Muster und Farben
auszuprobieren.




Mittwoch, 13. Juni 2012

Ein Kissen bleibt selten alleine....



Hier habe ich mit Streifen und gequilteten Linien getestet. Das Ergebnis ist schlicht, aber elegant.