Das richtige Quilting finden – Keine leichte Entscheidung

 Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich habe immer große Schwierigkeiten mich für ein Quilting zu entscheiden. Das ist auch der Grund, warum ich so viele Tops habe. Ich finde es sehr schwierig, das endgültige Quilting fertigzustellen.

Über unsere UFO-Challenge habe ich begonnen, mich mehr damit zu beschäftigen und zwar zielgerichtet zu beschäftigen, d.h. nicht nur nachdenken, sondern auch quilten. Das erfreuliche Ergebnis ist, dass einige Quilts tatsächlich fertig geworden sind. Manche Entscheidungen sind gut gewesen, andere nicht so optimal.


Freemotion-Quilting

Meinen Checkered Garden Quilt habe ich mit einem all-over Quilting fertiggestellt. Ich habe geschwankt zwischen einem Checkered Quilting, mich dann aber dagegen entschieden, weil ich nicht so ein dominantes Quilting haben wollte. Ich wollte alles mehr verbinden. Das ist mir tatsächlich auch gelungen. Hier sieht  man, dass alles eine Einheit ist.




Linien und Karos


Ganz anders wirkt dieser Quilt: Hier habe ich Linien horizontal und senkrecht gequiltet. Der Effekt ist ganz anders. Der gefällige Effekt von oben weicht einem geradlinigen (moderneren) Effekt. Das Quilting ist dominierend. Das gepatchte Muster ist nicht so stark sichtbar. 




Eckiges Freemotion-Quilting

Bei dem X-Plus-Quilt habe ich mich ebenfalls für ein eckiges Freemotion Allover-Muster entschieden. Es ist eckiger, passt aber sehr gut zu dem gepatchten Muster. Und das gepatchte Muster kommt mehr zum Vorschein. 



Ein zackiges Freemotion-Quilting


Ein anderes Freemotion Allover-Muster mit vielen Ecken und Zacken habe ich bei dem Sommertime Quilt genommen. Ich wollte die Sonnenstrahlen übernehmen. 







Ein Allover-Muster, das mir sehr gut gefällt und das mir auch während des Quiltens viel Spass macht, ist dieses wellige und manchmal squirlige Muster. Das quilte ich einfach, wie es gerade so kommt. Immer mit Schwung. Es wirkt erst am Schluss in der Gesamtansicht. Während ich quilte, sehe ich jede Unebenheit. Das verschwindet aber später. Und ich mag dieses Muster in der Gesamtansicht sehr.

Meine Rückseite ist ein Musselinstoff und als Vlies habe ich ein 80/20 Vlies genommen. Das macht es zu einer echten Baumwoll-Sommerdecke.





Hier sieht man den Gesamteffekt. 






Gequiltete Linien



Bei dem Giant Curves Quilt habe ich mich für Linien entschieden. Die Linien laufen über die Längsseite. Das streckt den Quilt mehr. Linien sind immer eine gute Wahl, finde ich. Hier hatte ich erst überlegt, ob ich mich an dem gepatchten Muster orientiere und die Kreise nachquilte. Aber dann wäre der Quilt sehr "laut" geworden. Das wollte ich nicht. 

Meine Rückseite ist ein Musslinstoff. Hier habe ich kein Vlies benutzt. Es ist also wirklich eine super dünne Decke geworden.





Lineal Quilting

Ganz anders habe ich mich bei dem nächsten Quilt entschieden. Als Vorlage habe ich ein Pantograph genommen. Allerdings habe ich nur die Vorlage genommen und das Muster an die Größe des gepatchten Musters angepasst. Ich habe lange getüftelt, wie ich hier vorgehe. Dann habe ich es mit einem Lineal gequiltet. Es ist nicht so gleichmäßig, als wenn ich den Pantograph abgefahren hätte, aber insgesamt stören mich die Unregelmäßigkeiten kein bisschen.

Die Rückseite ist ein richtiger Rückseitenstoff. Ein 80/20 Vlies ist die Füllung. Der Rückseitenstoff macht den Quilt ganz glatt und kühl. Es ist ein echter Sommerquilt. 



Quilting im Rand?

Ein Quilting-Ergebnis macht mich nicht so glücklich: Bei dem King´s David Crown Quilt habe ich ein zackiges Freemotion-Allover Quilting genommen. Als alles fertig war, habe ich mich ein wenig geärgert, dass ich den Rand nicht mit Linien gequiltet habe, um ihn von dem Mittelteil abzusetzen. Tja, so ist es. Das buche ich unter Erfahrungen ab. Das nächste Mal bin ich schlauer. Und der Quilt ist fertig geworden. 




Meine Quilting-Erfahrungen

Ein Effekt der UFO-Challenge ist für mich, dass ich  mich endlich zielorientiert mit dem Quilten beschäftigt habe. Ich sehe nun unterschiedliche Effekte und ich erkenne meine Vorlieben. Beim Quilten ist Freemotion ganz eindeutig meine Technik. Linien sind aber auch nicht übel. Vor allem geht das super schnell.

Meine Quilts sind tatsächlich Gebrauchsquilts und entsprechend sollen sie nicht zu dominant gequiltet sein. Die Quiltmuster sollen auf der Couch nicht zu sehr konkurrieren und zu viel Unruhe erzeugen. Jetzt verstehe ich auch, warum junge Leute kein aufwendiges Quilting mögen: es nimmt dann zu viel Aufmerksamkeit im Raum ein.

Meine geliebten Kuschelrückseiten habe ich im Augenblick nicht genommen. Das war mir bei den heißen Sommertemperaturen zu abwegig. Dadurch habe ich mich mit Musselin und Baumwoll-Rückseiten beschäftigt. Das war mal was anderes und fühlt sich auch gut an.


Der nächste Quilt liegt schon bereit. Aber es laufen noch einige Überlegungen.

Davon demnächst mehr.

Bis dahin viele Grüße, 

Martina






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