Donnerstag, 22. November 2012

Mein erster Quilt - Ein Rückblick

Über 15 Jahre ist her, da kam meine kleine Nichte, die inzwischen gar nicht mehr klein ist, auf die Welt. Zu ihrer Geburt haben meine Schwägerin und ich 12 Bärchen gestickt. Jedes Bärenbild war anders. Anschließend wurde alles mit Stoff verbunden und -tata- da war die Krabbeldecke. Sie war wunderschön und es fiel mir ganz schön schwer sie wegzugeben.

Heute liegt die Decke in einer Kiste und wartet - worauf auch immer... 15 Jährige mögen nun mal keine Bärchen mehr. Deshalb wird die Patentante mal demnächst ein cooleres Muster finden müssen und dann erneut anfangen für die nicht mehr kleine Nichte zu nähen. Mal sehen, ob es zum 18. Geburtstag fertig ist oder vielleicht schon früher.

Bärchen-Quilt


Detailaufnahme von zwei Bärchen

Der Krabbelquilt ist so ganz anders als die Quilts, die ich heute nähe, aber immer wenn ich ihn sehe, dann erinnere ich mich an die Zeit, als wir gestickt und genäht haben für mein kleines Patenkind...

Bis bald
Martina

P:S:: Die Fotos hat die 15-Jährige mit ihrer neuen Kamera gemacht. Das war das Geburtstagsgeschenk.

Montag, 19. November 2012

Ein Probequilt

Ich habe die Juggling Summer Serie von Brigitte Heitland gekauft und das Muster von ihrem OHO-Quilt. Der Plan war glasklar: Die Stoffe werden zurecht geschnitten und dann nach dem Muster zusammengenäht. Doch dann kam die Angst. Was, wenn ich diese wunderbaren Stoffe verhunze? Wenn ich alles vermassel? Also habe ich geübt mit Uni-Stoffen und dann habe ich weitergeübt und weitergeübt... und schließlich kam das raus:


Da lacht die Sonne, wenn sie das sieht. Tja, das gefällt mir auch gut. Trotzdem:  Die wunderschönen Stoffe von Juggling Summer bleiben nicht mehr lange ganz und weil dieses Muster so viel Spaß gemacht hat, könnte es sein, dass sie tatsächlich auch so enden :) Zumindest würde der andere Quilt leuchtender. Und den werde ich dann auch ohne Schattenspiele fotografieren...

Bis bald
Martina

PS: Bin ich eigentlich der einzige Angsthase, wenn es um das Zerschneiden von richtig schönne Stoffe geht???

Freitag, 16. November 2012

Ein Traum in Beige und Weiß

Das ist der Titel von dem Quilt, der demnächst auf der Couch meiner Mutter liegen wird. Wir haben den Quilt zusammen genäht nach dem Vorbild meines Musterquilts.

Jeden Freitagnachmittag haben wir uns zum Kaffeetrinken getroffen und ein wenig weitergenäht. Manchmal haben wir viel gemacht, manchmal überhaupt nichts. Und schließlich ist es doch noch fertig geworden.

Die Farben gingen von weiß bis zu einem mittleren beige und einem dunklen Leinenton. Als Stoffe haben wir eine bunte Mischung genommen: Baumwolle, Leinen, Seide, Kunststoff (würde ich nicht noch mal nehmen), Vorhangstoff und Bezugsstoff.

Probeliegen auf meiner Couch

Wir haben Streifen in unterschiedlichen Breiten geschnitten und sie zusammengenäht. Die 1/4 Inch-Nahtzugaben-Regel war außer Kraft gesetzt. Es war alles willkürlich zusammengesetzt. Am Schluss haben wir mehrere Blöcke gehabt, die wir vermessen, zurecht geschnitten und hin- und hergeschoben haben, bis es uns gefiel. Dann wurde alles zusammengefügt. Ein breiter Streifen ringsum als Abschluss und damit konnte ich anfangen zu quilten.
Ansicht in der Sonne
 Ich habe die äußere Bordüre einheitlich gequiltet und die inneren weißen Streifen auch. Alles andere habe ich so mit Garn "bemalt", wie es mir gerade in den Sinn kam.
Farbechte Aufnahme
 Die Rückseite ist ein dunkleres Beige. Damit sind es im Prinzip zwei verschiedene Decken. Ein Wendequilt eben. Das Binding fehlt noch, aber auch das wird kommen. Kommt Zeit, kommt das Binding :)
Rückseite in Bella Solid vonModa  

Label oder kein Label?
Ein Label hatte ich entworfen und dann nicht eingenäht. Meine Töchter und ich waren der Meinung, dass es nicht passt. Ich wollte stattdessen ein Quilt-Zertifikat herausgeben und das Label irgendwie dareinpacken. Doch heute kam meine Mutter (Freitagnachmittag) und war entrüstet: Natürlich sollte es mit auf den Quilt und zwar auf die Vorderseite. So kann man sich täuschen.

Das Label habe ich übrigens bei Heide Ulbrecht in einem Kurs entworfen. Ich fange so langsam an, meine Quilts zu beschriften. Dann verliere ich nicht den Überblick und Spaß macht es auch...

Ach ja, Freitagnachmittags könnten wir ja auch andere Sachen nähen!? Ich hätte da noch ein paar Ideen.

Bis bald

Martina




Montag, 5. November 2012

Tatütas oder das Unnötigste auf der Welt

...das braucht man ja überhaupt nicht! Das waren die Worte meines Schwagers als er zum ersten Mal die Tatütas sah. Denn welcher vernunftbegabte Mann packt freiwillig die Papiertaschentücher aus der Plastikhülle in eine selbstgemachte Stoffhülle und findet es auch noch schön?

Meine Arbeitskollegin hat eine neue Nähmaschine und um die auszuprobieren haben wir nach einem Tutorial, das es hier gibt, diese "unnötigen" Kleinigkeiten genäht. Wir haben ganz langsam angefangen und uns dann so langsam zu einer ordentlichen Akkordarbeit gesteigert. Jeder, d.h. jede, die sie anschließend gesehen hatte, wollte sie haben und da war nicht mehr viel, was ich verschenken konnte. Beim ersten Mal hatten wir insgesamt 21 genäht ...



 ... übrig geblieben waren von meinen 11 Tatütas nur 4. Das war die wundersame Verflüchtigung der ach so unnötigen Täschchen. 

Also mussten wir noch mal ran!



Corina kam wieder mit ihrer Nähmaschine angereist und los ging es. Eine gewisse Erfahrung beim zweiten Mal konnte man uns nicht absprechen! Es lief wie am Schnürchen und am Ende unserer Nähsession hatten wir dieses Mal 30 Tatütas! Wir waren sooooo stolz!


Gegen Abend hatte ich von meinen 15 Tatütas noch 10 und der Geschenkevorrat schwindet wieder.
Corina, vielleicht sollten wir noch mal....

Es hat so viel Spaß gemacht,  dass wir als ein nächstes Projekt eine Nähutensilientasche angedacht haben. Also dieses Mal etwas richtig Nützliches. Aber da müssen wir erst mal eine  Vorlage finden. Vielleicht hat ja jemand einen heißen Tipp für uns?

Bis bald
Martina

Samstag, 3. November 2012

Eine Außenansicht


Schaufenster fotografieren ist überhaupt nicht einfach! Egal ob bei Sonne oder bei bewölktem Himmel, es spiegelt sich - und nicht zu knapp. 



So sieht die Front aus mit den beiden Quilts. Es sieht herbstlich aus mit dem Grau als Hintergrund und man sieht die gequilteten Strukturen von der Straße.



Hier kann man die Quiltlinien ein wenig zwischen all den Sonnenstrahlen und Spiegelungen sehen.

Für´s Frühjahr könnte ich ja aus Kreisen Blumen nähen. Denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass Martina -ja, die Ladenbesitzerin heißt auch Martina- wieder Kreise haben möchte. Warten wir die Frühlings- und Sommerfarbpalette ab....

Bis bald
Martina